Altar, von lat. altaria, "Aufsatz auf dem Opfertisch", später abgeleitet von lat. altus, "hochragend", "erhaben", "geheim".

Die erste christliche Ausführung des Altars war tischförmig, später auch block-, kasten- oder sarkophagförmig.  Der Altar besteht gewöhnlich aus einer Basis (* Stipes), auf der die Altarplatte (* Mensa) aufliegt. Die Verkleidung des Stipes wird als * Antependium bezeichnet, die Rückseite oft auch als * Dorsale. In weiterer Folge ging der rückwärtige Altarabschluss meist in einen Aufbau über, * Retabel genannt. Diese sich nach oben fortsetzenden Altarabschlüsse waren seit dem 4. Jh. oft als * Reliquienschreine ausgebildet und wurden im oberen Teil ab dem Mittelalter mit * Tafelbildern geschmückt. In der Spätgotik fanden mehrteilige Ausführungen Verwendung, und es entstanden die so genannten * Flügel- oder Wandelaltäre. Frühe Altare wurden bisweilen von * Baldachinen überdacht (* Ziborium).


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Altar mayor »


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