Gefangennahme Christi. Die Darstellung der Festnahme Christi durch die Knechte der Hohenpriester zählt zu den Motiven des Passionsgeschehens (* Passionszyklus).

Dargestellt ist, wie die Jünger und Jesus im Garten * Getsemani (* Ölberg) von einer Schar mit Knütteln und Schwertern Bewaffneter umringt werden und Jesus von dem Verräter * Judas einen Kuss auf die Wange erhält, das von Judas mit den Hohenpriestern vereinbarte Zeichen. Oft ist auf demselben Bild zu sehen, wie * Malchus, einer der Knechte, dem * Petrus bei der Verteidigung von Jesus ein Ohr abgeschlagen hatte, von Jesus geheilt wird. Der Name Malchus findet nur im Johannes-Evangelium (18, 10) Erwähnung. Bei frühen Darstellungen ist die Malchus-Szene oft nur angedeutet, indem Petrus nach dem Schwert greift (Augustinus-Codex, um 600, Corpus Christi College, Cambridge). Erst seit karolingischer Zeit wird die Episode drastisch wiedergegeben (Egbert-Codex, um 980, Trier, Stadtbibliothek). Darstellungen der Heilung des Malchus lassen sich bis in das 11. Jh. zurückverfolgen.


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