Altdeutscher Stil

1) in der Romantik in Deutschland übliche Bezeichnung für  Werke der Bildenden Kunst, die aus dem Mittelalter oder der Renaissance stammen, vornehmlich aus dem 15. und frühen 16. Jh. Besonders die Theoretiker des Klassizismus verwendeten den Ausdruck statt der Bezeichnung "gotisch", da dieses Wort ursprünglich mit "barbarisch" und "geschmacklos" gleichgesetzt wurde.

2) Sammelname für einen in der 2. Hälfte 19. Jh. üblichen historisierenden Möbelstil. Die so genannten altdeutschen Möbel sind eine Mischung aus Elementen der Spätgotik, der Renaissance und des Barock. Altdeutsche Kästen weisen vielfach einen Architekturdekor auf und haben häufig in einfachem * Wund * gedrechselte Säulen sowie vollplastische, kreiselförmig gedrechselte Zierstücke, die an erhöhten Teilen als * Bekrönung fungieren. Typisch sind auch die als Relief gestalteten aufgesetzten Dekorstücke in neobarocker Manier.


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