Genoveva von Brabant, hl. Die um 750 lebende Heilige soll von ihrem Mann, dem Pfalzgrafen Siegfried von Brabant, wegen vermeintlicher Untreue verstoßen worden sein und mit ihrem kleinen Sohn sechs Jahre lang in einem dichten Wald gelebt haben.

Durch eine Hirschkuh, die vor der Jagdmeute des Grafen zum Unterstand Genovevas geflüchtet war, traf Siegfried seine Frau wieder, deren Unschuld sich längst herausgestellt hatte, und die Eheleute schlossen einander in die Arme. Genoveva und ihr Kind hatten sich in den Jahren der Verbannung vorwiegend von der Milch der * Hindin ernährt; das Attribut der Heiligen ist deshalb eine Hirschkuh. Die lateinische Legende (Anfang 15. Jh.), deutsches Volksbuch (18. Jh.), zahlreiche dramatische Fassungen und bildliche Darstellungen.


« Genius

Genoveva von Paris »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.