Goldene Pforte, Begegnung an der. Die unbefleckte Empfängnis Mariens wird durch das Zusammentreffen von Marias Mutter * Anna und deren Mann, dem greisen Viehzüchter * Joachim, bei der Goldenen Pforte des Tempels von Jerusalem symbolisiert. Die Eheleute berichteten einander von den getrennt erfolgten Weissagungen, ein Kind zu bekommen. Die Begegnung an der Goldenen Pforte, als Präfiguration der unbefleckten Empfängnis, ist fast auf jedem Marien-Bildzyklus zu finden, z. B. auf einer Tafel des Marienaltars von K. Witz in Basel (um 1440). Der von Papst Pius IX. 1854 als Dogma verkündete Glaubenssatz der katholischen und der orthodoxen Kirche besagt, dass Maria im Hinblick auf die spätere Gottesmutterschaft frei von der Erbsünde empfangen worden ist (* Immaculata). Die Begegnung an der Goldenen Pforte war im 19. Jh. ein beliebtes Motiv der christlichen Kunst.


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