Handgeschöpftes Papier, altes Verfahren der Papierherstellung, bei welchem die Papiermasse aus einer "Bütte" (* Büttenpapier) zum Trocknen auf Siebe geschöpft wird (Drahtschöpfform).

Die Konsistenz des Handgeschöpften Papiers ist stärker und rauher als bei dem heute üblichen * Papier. Die Bögen des Handgeschöpften Papiers sind gegen den Rand zu dünner und haben keine glatt geschnittenen Kanten, sondern wirken gleichsam ausgefranst; "Deckle edges" (Schöpfrahmenrand) ist der aus England übernommene Fachausdruck dafür. Die dem Sieb gegenüberliegende Oberseite des Handgeschöpften Papiers heißt "Filzseite". Das Verfahren wird heute zur Herstellung des so genannten (handgeschöpften) * Büttenpapiers wieder gehandhabt, dessen Verwendung, etwa für feierliche Einladungen, als besonders exklusiv gilt.


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