Amman, Jost (geb. 1539, Zürich; gest. 1591, Nürnberg), Zeichner und Kupferstecher. Sein Vater war Professor für Rhetorik in Zürich und sorgte für eine gediegene Bildung, bevor Amman in der Werkstatt des Glasmalers L. Ringler in Basel die Lehrzeit antrat. Seit 1561 war Amman in Nürnberg tätig. 1574 heiratete er die Witwe des Goldschmieds W. Wiltz. In Anbetracht seiner Berühmtheit wurde dem "Maler und Kupferstückreißer" im gleichen Jahr vom Nürnberger Rat kostenlos das Bürgerrecht verliehen. Bekanntheit erlangte Amman vor allem durch die von ihm konzipierten und zum Teil auch selbst hergestellten Holzschnittfolgen über die verschiedensten Themenkreise, z. B. Jagd und Fischerei, Leben der * Landsknechte, Schmuck, Bibelmotive usw. Sie stellen ein umfassendes kulturgeschichtliches Sittenbild der Zeit dar, wurden zur Illustration von Büchern verwendet und dienten oft als Vorlagen für Künstler und Kunsthandwerker. So fertigten Büchsenschäfter z. B. danach * Verbeinungen für die * Schäfte von Radschlossgewehren und Reiterpistolen an.


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