Heilige Lanze. Sie zählt seit Heinrich I. zu den * Reichskleinodien und wurde zeitweise mehr geschätzt als die Reichskrone.

König Heinrich I. kaufte die Heilige Lanze 926 oder 935 vom Burgunderkönig und bezahlte dafür mit der Südwestecke des Deutschen Reiches (Regnum Teutonicum) mit der Stadt Basel.

Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wurde die Heilige Lanze im 8./9. Jh. gefertigt. In ihrer Mitte ist ein Eisenstück eingesetzt, bei dem es sich um eine Partikel eines Kreuzesnagels Christi handeln soll. Einer Legende nach öffnete der römische Soldat * Longinus die Seite des gekreuzigten * Heilands mit der Heiligen Lanze, die später von der hl. * Helena gefunden und nach Rom gebracht worden sein soll.

In einer anderen Legende wird die Heilige Lanze als Waffe des hl. Mauritius bezeichnet, der als römischer Offizier die aus 6000 Christen bestehende Thebäische Legion befehligte und zusammen mit seinen Leuten auf Befehl des Kaisers Maximianus getötet wurde, weil sie nicht bereit waren, den "Fahneneid" auf die römischen Götter zu leisten.


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