Heimatkunst

1) Volkskunst.

2) Nur noch selten gebrauchter Ausdruck für eine naturalistische Landsschaftsmalerei des 19. Jh., wie sie etwa von der * Dachauer Schule vertreten wurde. Diese Art der Malerei stand in enger Verbindung mit der heimischen Landschaft, ihren Menschen und Gebräuchen und orientierte sich nicht an dem damals üblichen idealisierenden Stil. Typisch für die Heimatkunst ist auch die Entwicklung der Landschaftsvedute (* Vedute) und die Wiedergabe ländlicher Szenen. Die bewusste Pflege dieses mit Heimatverbundenheit und Brauchtum verknüpften Kunstzweiges erfolgte seit dem Biedermeier. Erstmalig wurde die Heimatkunst, d. h. die bewusste Hinwendung zu Heimat und Bodenständigkeit, bereits von der * Donauschule vertreten. Die Heimatkunst ist stets in realistischer Weise ausgeführt und stellt damit das Gegenteil zu * avantgardistischen Strömungen dar.

3) In der Dichtkunst ist die auf Volkstum, Landschaft und Brauchtum ausgerichtete Heimatkunst besonders in der Mundartdichtung vertreten.


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