Hekabe(lateinisch Hecuba), in der griechischen Mythologie Gemahlin des Königs * Priamos von Troja, Mutter von * Kassandra und Polyxene sowie von * Paris, * Hektor und Polydoros.

Da Hekabe geträumt hatte, Paris werde * Troja schaden, setzte sie den Knaben aus. Er wurde aber gerettet und war dann als Jüngling, durch die Entführung der schönen * Helena, schuld am Ausbruch des * Trojanischen Krieges. Um Polydoros, ihren jüngsten Sohn, vor den angreifenden Griechen zu schützen, sandte ihn das Königspaar zusammen mit Goldschätzen zu Polymnestor, dem König von Thrakien. Nach der Zerstörung Trojas gelangte Hekabe als Gefangene des * Odysseus nach Griechenland (Tragödie von Euripides). In Thrakien fand Hekabe dann heraus, dass Polymnestor ihren Sohn Polydoros nach dem Fall Trojas getötet hatte, um die Reichtümer in seinen Besitz zu bringen. Aus Rache lockte Hekabe daraufhin König Polymnestor in ihr Zelt, blendete ihn und tötete seine Kinder. Nach ihrem Tod soll Hekabe in einen Hund verwandelt worden sein. Das Vorgebirge am Hellespont, wo ihr Grab lokalisiert wird, heißt deshalb Kynossema (Hundsgrab). Die Gegend am Hellespont wurde aber auch Hekates agalma (Denkmal der * Hekate) genannt. Eine Verbindung zur Göttin Hekate offenbart auch eine andere Version, nach der Hekabe nach Lykien entrückt wurde, wo Hekate eine besondere Verehrung genoss.


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Hekate »


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