Henri-deux-Stil, Bezeichnung für die Periode der französischen Renaissance unter König Heinrich II. (1547-1559) und seiner Nachfolger (1547-1589). Der Henri-deux-Stil wirkte sich vor allem in der Baukunst aus, wobei besonders die französischen Architekten Pierre Lescot (1510-1578) und Philibert Delorme (1512-1570) auf die Stilbildung Einfluss nahmen. In der Bildenden Kunst hatten u. a. die Arbeiten des Malers und Bildhauers Jean Cousin d. Ä. (um 1490-1560/61) sowie die des Bildhauers Jean Goujon (um 1510-1564/69) Vorbildcharakter. Die großteils in manieristischem Stil tätigen Künstler waren selbst von der * Schule von Fontainebleau beeinflusst. Die Vorliebe für Objekte der * Kleinkunst ging vor allem von der seit 1533 mit dem König verheirateten Katharina von Medici aus. Die dem Henri-deux-Stil vorangegangenen Epochen waren der * Louis-XII.-Stil (1480-1515) und das * François-premier (1515-1547).


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