Herold, durch Personen- und Wappenkenntnis qualifizierter Fürstendiener. Die erste Erwähnung eines Herold stammt aus dem Jahr 1173, im Zusammenhang mit der Schlacht bei Drincourt in der Normandie.

Die wichtigste Aufgabe der Herolde war es ursprünglich, aufgrund der auf * Schild, * Helm und * Banner geführten * Wappen bei Kriegshandlungen Freund und Feind zu erkennen. Dementsprechend hatten sich die Herolde stets in der Nähe ihres Herrn aufzuhalten. Seit dem 14. Jh. gehörten Herolde zum Hofstaat jedes Herrschers. Da nicht alle Wappen im Kopf zu behalten waren, legten die meist auch des Schreibens kundigen Herold Wappenverzeichnisse an, die die Grundlage für die spätere Wappenkunde oder * Heraldik bildeten. Bei Ritterturnieren riefen die Herolde die Namen der Kontrahenten auf. Herolde waren oft sehr gebildet, besaßen manchmal auch diplomatisches Geschick und wurden aufgrund ihres Wissens um die Zusammenhänge von Geschlechternamen und Protokollfragen als Übermittler von Verträgen und militärischen Noten eingesetzt. Als Zeichen ihrer Unverletzlichkeit führten sie den Heroldstab. Ähnliches galt schon in der Antike, in der die Vermittler, Ordnungshüter und Ausrufer am Heroldstab (griechisch * Kerykeion, lateinisch Caduceus) zu erkennen waren.


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Heroldstab »


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