Hieronymus, hl. (geb. 345/47; gest. 419/20), * Kirchenvater, * Kirchenlehrer.

Hieronymus wuchs als Sohn wohlhabender Eltern in Stridon/Dalmatien auf und studierte in Rom sowie Trier. In den Jahren 373-378 lebte Hieronymus in der Nähe der Stadt Chalkis in Antiochia (heute Syrien) als * Eremit. 382-84 war er als Sekretär des Papstes Damasus I. tätig. 386 gründete er dann ein Kloster in Bethlehem und übersetzte dort den hebräischen Urtext des Alten Testaments ins Lateinische (* Vulgata). Gestorben ist Hieronymus halb erblindet 419/420 in Bethlehem. Im 15. Jh. überführte man die Gebeine des Heiligen Hieronymus von Bethlehem nach Santa Maria Maggiore in Rom.

In der Bildenden Kunst wird Hieronymus bis zum 15./16. Jh. für gewöhnlich in Mönchstracht oder als Bischof bzw. Kardinal wiedergegeben, danach auch als Eremit. Seit dem Barock ist generell die Darstellung als Einsiedler üblich. Bei den Darstellungen als Asket, mit Lendenschurz oder Büßerhemd, hält Hieronymus oft einen Stein in der Faust, mit dem er sich auf die Brust geschlagen haben soll, um weltliche Begierden abzutöten. Von diesem Motiv sind u. a. zahlreiche Elfenbeinfiguren bekannt. Zusammen mit Hieronymus wird oft ein Löwe wiedergegeben, dem Hieronymus während seines Einsiedlerdaseins einen Dorn aus einer Pranke gezogen haben soll. Weitere Attribute des Heiligen sind Totenkopf, * Kruzifix, Eremitenkleidung und, im Hinblick auf seine Bibelübersetzung, Buch und Federkiel. Auf * Kanzeln sind oft die vier * Kirchenväter dargestellt, einer von ihnen ist Hieronymus.


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