Historienbild, auf geschichtliche Ereignisse, die vielfach mit Legenden angereichert sind, sowie auf religionsgeschichtliche Themen Bezug nehmendes Gemälde.

Bilder dieser Art werden auch als "Ereignisbilder", "Ereignismalerei" oder "Geschichtsmalerei" bezeichnet. Oft ist die Darstellung eines historischen Ereignisses mit der Verherrlichung eines Herrschers kombiniert. Vorformen des Historienbildes finden sich bereits im Altertum als Wandschmuck, z. B. bei den Ägyptern als Wandmalerei und als Relief bei den Assyrern. Im klassischen Altertum und in der Spätantike waren vor allem Mosaike beliebt. Besonders bekannt ist das so genannte Alexandermosaik, ein römisches Mosaik, das im "Haus des Fauns" in * Pompeji gefunden wurde (Museo Nazionale, Neapel). Das stark beschädigte Werk gilt als Kopie eines hellenistischen Bildes. Dargestellt ist der siegreiche Kampf * Alexanders d. Gr. gegen den Perserkönig Darius.

Ein beliebtes antikes Thema für Historienbilder war * Hannibals Zug über die Alpen. In Form des Schlachtenbildes erlangte das Historienbild seit dem Barock weite Verbreitung, aber auch die Darstellungen anderer historisch bedeutsamer Ereignisse, etwa Triumphzüge, Revolten (Aufstand der Weber), Übergabe der Schlüssel einer Stadt usw., gewannen immer mehr an Popularität, um dann im Historismus zur Modeerscheinung zu werden. Als Dokumentation der eigenen Geschichte waren Historienbilder besonders als Wandschmuck von Rathäusern beliebt.


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