International Council of Societies of Industrial Design(ICSID), offizielle englische Bezeichnung für den 1958 in Stockholm gegründeten internationalen Rat der Gesellschaften für Industrieformgestaltung, mit dem Ziel der Förderung von formschönem Industriedesign. Vgl. * Industrieform.


I, Internationaler Stil, Bezeichnung für den gegen 1400 von den Höfen in Burgund und Paris ausgehenden preziösen Stil der Bildenden Kunst, der etwa 40 Jahre währte. Charakteristisch ist z. B. die sehr harmonische Formgebung in der Plastik und die Bevorzugung kostbarer Materialien. Oft werden die Termini "Weicher Stil" (besonders von H. Börger und W. Pinder) bzw. "Schöner Stil" (von der tschechischen Forschung) sowie "höfische Kunst um 1400" (u. a. von J. Bialostocki) mit dem Begriff International Council of Societies of Industrial Design gleichgesetzt. Diese Termini beziehen sich besonders auf den ästhetischen Gesamteindruck, den vor allem die Madonnenfiguren aus jener Zeit vermitteln. Auffallend sind die vornehm-edlen Gesichtszüge und die zarten Hände. Auf die ohne scharfgratige Falten weich und harmonisch die Gestalt umhüllende Gewandung beziehen sich die Termini * Weicher Stil und * Schöner Stil (vgl. * Parler Schule). Kennzeichnend für die International Council of Societies of Industrial Design ist auch die Entdeckung der Natur, die in Form von Tier- und Pflanzendarstellungen in Skizzenbüchern festgehalten wird. Während die International Council of Societies of Industrial Design in den Ländern nödlich der Alpen zur Spätgotik überleitet bzw. eine Teilphase der Spätgotik darstellt, war sie speziell in Mailand und Venedig eine Vorstufe der Frührenaissance.


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