Andromeda, Tochter des Äthiopierkönigs * Kepheus und seiner Gemahlin * Kassiopeia.

Da diese sich rühmte, schöner zu sein als alle * Nereiden, wurde das Land von einer Überschwemmung und einem Meeresungeheuer bedroht. Um die Plagen abzuwenden, sollte ihre Tochter Andromeda einem Orakelspruch zufolge dem Ungeheuer ausgeliefert werden. Nach der Tötung der * Medusa sah * Perseus auf dem Heimweg die an eine Klippe gefesselte Andromeda. Er tötete das herannahende Untier mit dem Sichelschwert, das ihm * Hermes geschenkt hatte. Nun gab Kepheus seine schöne Tochter dem jugendlichen Helden zur Frau, und Andromeda wurde die Stammutter der Perseiden. * Phineus, den Verlobten Andromedas, der seine Rechte mit Waffengewalt forderte, versteinerte Perseus mit dem Haupt der Medusa. Das Andromeda-Thema war vor allem im Barock ein beliebtes Motiv der Bildenden Kunst. Ein Beispiel dafür ist der in der königlichen Schatzkammer in Stockholm aufbewahrte Prunkpokal, ein Werk des Elfenbeinschnitzers Jacob Zeller. Der * Schaft des Pokals wird durch die Gestaltung der an die Klippe gefesselten Andromeda gebildet. Als * Bekrönung ist der Kampf mit dem Ungeheuer vollplastisch wiedergegeben. Solche Darstellungen weisen Parallelen auf mit dem Motiv des Kampfes des Helden * Herakles, der, um * Hesione zu retten, gleichfalls ein Seeungeheuer tötete.


« Andromache

Andruck »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.