Joachim, Gemahl der heiligen * Anna und Vater * Marias.

Joachim findet in der Bibel keine Erwähnung. In den * Apokryphen (Pseudoevangelium des Matthäus und Protoevangelium des Jakobus) wird er als gottesfürchtiger, vermögender, in Jerusalem ansässiger Viehzüchter und Herdenbesitzer beschrieben. Nachdem ein Priester im Tempel das Opfer Joachims wegen dessen Kinderlosigkeit zurückgewiesen hatte, suchte Joachim mit seinen Herden die Einsamkeit und betete zu Gott. Ein Engel prophezeite ihm daraufhin die Geburt Marias und trug ihm auf, zur * Goldenen Pforte des Tempels zu gehen; auch seine Frau Anna hatte die Weisung erhalten, sich dort einzufinden.

Die Begegnung der Eheleute an der Goldenen Pforte wurde im Mittelalter als Symbol für das Freisein Marias von der Erbsünde (Conceptio * Immaculata) wiedergegeben. Joachim ist meist als bärtiger alter Mann in Hirtengewandung dargestellt. Sein Attribut sind zwei Tauben (zurückgewiesenes Opfer). Joachim findet sich auch auf den so genannten Sippenbildern (* Heilige Sippe).


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Joachimsthaler »


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