Johannes Chrysostomos(ca. 344-407), deutsch "Johannes Goldenmund" genannter Heiliger. Er gehörte zu den vier großen Kirchenvätern der orthodoxen Kirchen und war seit 397 Patriarch von Konstantinopel.

Der Legende nach wurde er durch einen Kuss der Muttergottes zu einem wortgewaltigen berühmten Prediger (Goldenmund). Seine Neider erreichten, dass er 404 nach Kukusus in Armenien und 407 nach Pityus in Kolchis geschickt wurde, wobei er auf der Reise dorthin den Strapazen erlag. Er wird seit dem 9. Jh. immer als Asket, d. h. hager, mit hohem Gesichtsschädel und schwarzem Spitzbart, dargestellt (Mosaik in der * Hagia Sophia, Konstantinopel; im * Homiliar des Gregor von Nazianz, Paris, Bibliothèque Nationale, cod. Gr. 550). Eine der seltenen in der westlichen Kunst entstandenen Darstellungen des Johannes Chrysostomos befindet sich als Miniatur (um 1160) in der Stiftsbibliothek des Klosters Admont. 438 erfolgte die Rückführung der Gebeine des Heiligen nach Konstantinopel.


« Johannes Baptista

Johannes der Evangelist »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.