Jüngstes Gericht, Jüngster Tag, Weltgericht, * Apokalyptisches Gericht, in der christlichen Dogmatik das bei der Wiederkunft Christi (* Parusie), eintretende Ende der gegenwärtigen Weltperiode, verbunden mit der allgemeinen Totenerweckung.

Im Anschluss an die jüdischen Erwartungen vom Weltgericht und die urchristliche Hoffnung auf die Wiederkunft Christi entstand schon in apostolischer Zeit die Vorstellung von dem dereinstigen Weltenrichteramt Christi über Gut und Böse. Die Offenbarung des Johannes (* Apokalypse) hat diese Erwartung noch weiter dahin ausgebildet, dass der Messias zunächst die Frommen erwecken und mit diesen sowie mit den noch lebenden Gerechten und den inzwischen sich Bekehrenden in dem von ihm gestifteten irdischen Reiche 1000 Jahre lang leben werde.

Es heißt in der Offenbarung: "Selig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über sie hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern Priester Gottes und Christi werden sie sein und mit ihm herrschen tausend Jahre." Am Schluss dieser Periode wird ein neuer furchtbarer Kampf mit dem Satan losbrechen, doch mit dem Sieg des Messias enden. Nun erst wird die allgemeine Auferstehung der Toten erfolgen, das Apokalyptische Gericht über die Völker kommen und das ewige göttliche Reich mit dem neuen Himmel und der neuen Erde seinen Anfang nehmen.


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Jürnitz »


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