Kachel, von vulgärlateinisch caccalus, "Kochgeschirr", bzw. althochdeutsch chachala, * "irdener Topf",

Ursprünglich Bezeichnung für alle Gegenstände aus gebranntem Ton. Heute ist der Terminus auf gebrannte und glasierte Tonplatten eingeschränkt, besonders jene, die vom Hafner zum Setzen von * Kachelöfen verwendet werden. Man unterscheidet zwischen planen Tafelkacheln und vertieft geformten Napf- oder Schüsselkacheln, die aufgrund ihrer größeren Oberfläche mehr Wärme abgeben.

Besonders beliebt waren die schon in der Gotik bekannten farbigen vertieften Kacheln mit Reliefdekor. Als Wand- und Bodenbeläge dienende, für gewöhnlich aus feinkörnigerem Material bestehende und dichter gebrannte Keramikplatten werden meist Fliesen genannt.


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Kachelofen »


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