Kallipygos, griechisch, "mit schönem Gesäß".

Der griechische Schriftsteller Athenaios berichtete von der Kultlegende der Aphrodite, die in Syrakus in Form der Statue einer jungen Frau, die mit der Linken ihr Gewand hochhebt, das Gesäß entblößt und den Kopf leicht nach hinten wendet, um ihr "schönes Hinterteil" zu betrachten (Aphrodite Kallipygos, Athenaios 12, 80; 554).

Eine nach hellenistischem Vorbild gearbeitete und von dem Bildhauer Albacini restaurierte 152 cm große römische Marmorstatue der Aphrodite Kallipygos befindet sich im Museo Nazionale in Neapel. Sie wird in die Zeit vom 3.-1. Jh. v. Chr. datiert und umgangssprachlich "Aphrodite mit dem schönen Hintern" genannt. Die Annahme, dass es sich dabei um eine Darstellung Aphrodites handelt, die in Syrakus große Verehrung genoss, wird vielfach angezweifelt, ist jedoch fest verankert. Daneben werden auch andere Standbilder, Zeichnungen usw. mit Darstellungen von Frauen in der besagten Pose als Kallipygos bezeichnet.


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