Kalotte, französisch calotte, "Käppchen",

1) Bezeichnung für die gekrümmte Fläche eines Kugelabschnittes.

2) Name der unter dem Ritterhelm getragenen gepolsterten Lederkappe.

3) Wie eine Kugelkappe geformte Kopfbedeckung, etwa das Käppchen katholischer Geistlicher. Im 15./16. Jh. war bei Frauen und Männern ein aus Stoff bestehendes oder aus seidenen Schnüren geknüpftes Käppchen gebräuchlich. Es diente meist als Haustracht, wurde aber auch zur Befestigung des oft sehr schief sitzenden * Baretts verwendet. Die Kalotte der Frauen bestanden oft aus Samt und waren mit Goldfäden netzförmig bestickt und mit Perlen geschmückt. Der profane Gebrauch der Kalotte soll auf den französischen König Karl VII. (1403-1461) zurückgehen, der auf Verlangen des Klerus kurzgeschorenes Haar hatte und an seinem Hof die kurze Haartracht der Männer einführte.

4) In der Baukunst Bezeichnung für die Gewölbekappe.


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