Kameeninkrustation, Cameo-Inkrustation, Bezeichnung für aus weißer * Paste hergestellte Reliefs, die in klarem Glas eingesetzt, d. h. mit Glas umfangen sind.

Sie dienen z. B. als * Paperweights, in Form von Medaillons als Wandschmuck und als Einsätze für Schmuckstücke. Schon im späten 18. Jh. wurde in böhmischen und französischen Glashütten mit Kameeninkrustationen experimentiert. In Frankreich stellte vor allem das Pariser Atelier der Familie Desprez in der Technik der Kameeninkrustation gefertigte Porträts her. Die schönsten Kameeninkrustationen entstanden in der Zeit von 1819-1835; sie stammen aus der Glashütte von Apsley Pellat (1791-1863), die in London etabliert war.

1819 ließ Pellat ein spezielles Herstellungsverfahren für Kameeninkrustation patentieren. In seinem 1848 erschienenen Buch "Curiosities of Glassmaking" sind zahlreiche von ihm hergestellte Arbeiten abgebildet. Auch bei der * Weltausstellung von 1851 in London war der Glaskünstler Pellat mit vielen von ihm produzierten Objekten vertreten. 1852 wurde er ins Parlament gewählt und stellte in der Folge keine Kameeninkrustationen mehr her.


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