Kanephore, Korbträgerin, von griechisch kanoun, "Korb", und griechisch pherein, "tragen".

Die Kanephoren stammten aus vornehmen Familien und trugen bei Kulthandlungen die Opfergaben und Geräte in Körben auf dem Kopf; u. a. nahmen sie an dem in Athen zu Ehren der Göttin * Athene jährlich stattfindenden Panathenäenzug teil.

Darstellungen von Kanephoren finden sich in Griechenland seit dem 6. Jh. v. Chr. Sie sind sowohl auf Kunstwerken der Antike, etwa griechischen Vasen, als auch auf Gebäuden der Antike und der Neuzeit wiedergegeben, in der Architektur zumeist als Gebälkträgerinnen. In der klassischen Epoche der * griechischen Kunst weisen die Körbe bisweilen * Kalathos-Form auf.

Gebälkträgerinnen ohne Korb auf dem Haupt werden * Karyatiden genannt (vgl. * Bauplastik) .


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Kannelierung »


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