Kette

1) in der Juwelierkunst Bezeichnung für ein durch Aneinanderreihen ineinandergreifender ringartiger Glieder aus (* Edel-)Metall, Elfenbein usw. bestehendes Schmuckstück. Gegossene und geschmiedete Kettenglieder aus * Bronze gab es bereits in der * La-Tène-Kultur. Schmuckketten werden nach der Ausführung der Kettenglieder benannt, z. B. * Achterkette, * Ankerkette, * Ballonkette., * Barockkette., * Broadkette, * Erbskette, * Flinserlkette., * Haferkornkette, * Hermeskette., * Hohlkette, * Koburgkette, * Kugelkette, * Marinekette, * Mignonkette, * Milanaisekette, * Panzerkette, * Schifferkette, * Stäbchenkette.
Als Kette bezeichnet man auch die Aneinanderreihung aufgefädelter Kugeln (* Perlenkette., * Schmucksteink.).

2) In der Webtechnik die Gesamtheit der ein Gewebe bestimmenden Längsfäden, die auf dem Webstuhl aufgespannt werden. Es handelt sich dabei um oft stärkere, die Grundlage des Arbeitsprozesses bildenden, beim fertigen Stoff in der Längsrichtung verlaufenden Fäden (Kettenfäden), zwischen denen beim Weben durch teilweises Heben und Senken derselben die kreuzweise zu ihnen liegenden Einschlag- oder Schussfäden hindurchgeschoben werden. Die Gesamtheit der Querfäden heißt Einschlag oder * Schuss.


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