Klavier, von lateinisch clavis, "Schlüssel", "Taste",

Ursprünglich Bezeichnung für alle Tasten eines Instruments (Klaviatur), fallweise auch für die Instrumente selbst (* Klavichord). Heute ist der Name auf Instrumente mit so genannter Hammermechanik beschränkt. Es wird dabei zwischen Klavier mit waagrecht oder senkrecht liegendem Saitenbezug unterschieden. Dem erstgenannten Typ gehört das Tafel-Klavier an, dessen Tastatur rechtwinkelig zu den Saiten an der Breitseite angeordnet ist, sowie die flügelförmige Version, Flügel genannt. Konzertflügel sind bis zu 300 cm lang, die an der Schmalseite befindliche Klaviatur verläuft rechtwinkelig zu den Saiten.

Zu den Klavieren mit senkrechtem Saitenbezug zählen das so genannte Giraffenklavier und das 1811 erstmals gebaute Pianino, mit einer Höhe von ca. 130 cm. Es wurde seit der 2. Hälfte 19. Jh. in großen Stückzahlen gebaut, weil es wenig Platz einnimmt. Bis zur Mitte 20. Jh. war es üblich, alle Klaviaturen mit Elfenbein zu belegen und teure Instrumente auch mit Elfenbein zu intarsieren (* Intarsie). Aufgrund des Artenschutzes werden die Tasten der Klaviere heute mit Kunststoff * furniert. Alte Klaviere (z. B. Giraffenk.) sind gesuchte Sammelobjekte.


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