Klosterarbeit, Bezeichnung für eine Vielzahl von Arbeiten, die früher im Rahmen der Heiligenverehrung in Klöstern entstanden und oft als so genannten Geduldsarbeiten ausgeführt wurden.

Bei den volkstümlich auch als "schöne Arbeiten" bezeichneten Klosterarbeiten handelte es sich oft um Auftragsarbeiten oder aber sie waren zum Verkauf in Wallfahrtsorten bestimmt. Neben überreich bestickten Messgewändern und der * Bekleidung von Figuren wurden Klosterarbeiten häufig aus verschiedenen Objekten kombiniert, die zusammen eine Einheit bilden und meist in einem * Kastenrahmen eingesetzt sind. In der Mitte befindet sich oft ein gemaltes * Heiligenbild, ein * Spitzenbild, eine * Nadelmalerei, eine vollplastische * Wachsbossierung (z. B. ein "Wachsjesulein", eine mit Stoff bekleidete Nonnenfigur aus Wachs oder eine * Klosterfrau im Schneckenhaus), ein Wachsrelief (z. B. eine * Nepomukszunge oder * Annahände) bzw. eine * Reliquie, meist umgeben von Flechtarbeiten aus vergoldeten Drähten (* Kantille), ähnlich den * Filigran- und * Frivolitätenarbeiten. In Verbindung mit "Gespinsten" aus Golddraht finden bei Klosterarbeiten manchmal auch Flussperlen und bunte Glassteine aus * Glasfluss Verwendung.


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