Kolorierung, von lateinisch colorare,"färben", "bemalen",

Bezeichnung für das farbige Ausmalen von Druckwerken und graphischen Blättern, in der frühen Fototechnik auch das * Lasieren von Schwarz-weiß-Fotos. Bei Graphiken unterscheidet man zwischen den zeitgenössisch kolorierten ("Altkolorit") und den erst später bemalten Blättern. Bei Exemplaren, deren Bemalung * nicht aus der Zeit stammt, ist der Ausdruck "Neukolorit" gebräuchlich; man spricht auch von "neu kolorierten Blättern".

Kolorierungen erfolgen mit Wasserfarben als * Lasur, um Konturlinien und Binnenzeichnungen nicht abzudecken. Für die rasche serienmäßige Kolorierung graphischer Blätter verwendete man früher häufig * Schablonen. Sie wurden über die Druckgraphik gelegt, wobei bei jeder Schablone jeweils nur die Stellen ausgeschnitten waren, die mit einer bestimmten Farbe bemalt werden sollten (* Pochoir). Zur Unterscheidung von gedruckten Farben wird auch von * Handkolorierung gesprochen. (Malereien in alten Handschriften werden * Illuminationen genannt.)


« Kolophonium

Kolorismus »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.