Aaron, Älterer Bruder des jüdischen Religionsstifters * Moses und erster Hohe Priester der Israeliten.

Um herauszufinden, wer zum Hohepriester bestimmt sei, musste Moses die zwölf Stäbe der Anführer der zwölf Stämme Israels mit den Namen ihrer Besitzer versehen und in das heilige Zelt vor die * Bundeslade legen (* Numeri 17, 17 ff.). Nur der Stab Levis begann zu sprießen, der nach dem Willen * Jahves mit dem Namen Aaron beschriftet worden war. * Typologisch wird der grünende Aaronstab mit der jungfräulichen Empfängnis Mariens bei der Menschwerdung Jesu in Zusammenhang gebracht (Bronzetür von S. Zeno, um 1100, Verona). In der christlichen Kunst findet sich Aaron vor allem in dem Motiv des Moses, der den Stab Aarons in eine Schlange verwandelte. Dargestellt wird hier Aaron zusammen mit seinem Bruder Moses vor dem Pharao, zu dem sie auf Gottes Geheiß gekommen waren * (Dornbusch, brennender), um die Freiheit der in Ägypten geknechteten Israeliten zu erwirken.

Nach der Weigerung des Herrschers, die Gefangenen ziehen zu lassen, erhielt Moses von Gott die Weisung, Aaron solle seinen Wanderstab vor den ägyptischen König hinwerfen. Das Holz wurde zu einer Schlange und fraß die Schlangen der ägyptischen Zauberer, die ihre Stäbe gleichfalls in Schlangen verwandelt hatten. Trotz dieser eindrucksvollen Demonstration gab der Pharao die Israeliten nicht frei. Er ließ sie auch nicht ziehen, als das Land seiner Unbeugsamkeit wegen von neun Plagen heimgesucht wurde. Den Ausschlag gab erst der Tod aller erstgeborenen Söhne und erstgeborenen männlichen Tiere der Ägypter in der * Passahnacht. Die Gefangenen wurden freigelassen. Kurz darauf bereute der starrsinnige Herrscher seinen Entschluss und verfolgte mit seinem Heer die Israeliten. Der Pharao und die Soldaten fanden bei der * Durchquerung des Roten Meeres den Tod.


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