Kore, griechisch, "Mädchen", "Tochter",

1) Bezeichnung für den Typus der langgewandeten, aufrecht stehenden Mädchenstatue schon der archaisch-griechischen Plastik. Die ältesten Exemplare stammen aus dem späten 7. Jh. v. Chr. Es gibt Beispiele, bei denen die Arme entlang des Körpers locker herunterhängend dargestellt sind, die Finger oft leicht faustförmig gekrümmt, sowie Ausführungen mit einem Granatapfel oder einem anderen Gegenstand in einer Hand, bei im Ellenbogen abgewinkeltem Arm. Manchmal wird mit einer Hand die Kleidung am Oberschenkel etwas gerafft. Die Körperlast ist gleichmäßig auf beide Beine verteilt, der linke Fuß ist meist leicht vorgestellt. Als Gewandung dient im Allgemeinen der * Chiton oder der * Peplos. Typisch für aus dem * Archaikum stammende Exemplare ist das so genannte * archaische Lächeln. Besonders viele Koren wurden auf der * Akropolis in Athen gefunden; u. a. verwendete man für die so genannte Korenhalle des zwischen 421 und 406 v. Chr. errichteten Erechtheions übergroße Mädchenstatuen statt Säulen. Die Pendantfigur zur Kore, in Form eines nackten Jünglings, wird * Kuros genannt. Vgl. * Bauplastik.

2) Zur Unterscheidung von ihrer Mutter * Demeter führte * Persephone den Beinamen Kore. Zu Ehren der beiden Göttinnen wurden zur Zeit der Aussaat die so genannten "Thesmophorien" veranstaltet.


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