Abschied Christi von Maria, Das Thema wird in den * Apokryphen zeitlich nach der Erweckung des * Lazarus und vor dem * Einzug in Jerusalem angesiedelt.

In religiösen Schriften der Gotik wird mit zunehmender Marienverehrung darauf Bezug genommen und das Motiv in der Bildenden Kunst seit dem 15. Jahrhundert dargestellt. Maria ist in gebeugter Haltung, häufig kniend oder vor Schmerz zusammengebrochen (Dürer), wiedergegeben, und Jesus spricht beruhigend zu ihr.

Meist hält der * Heiland die rechte Hand leicht erhoben (* Redegestus) und umfasst mit seinem linken Arm die Gottesmutter um die Schulter, oder er hält ihre Hände. Die Szene findet in einer freien Landschaft statt, Maria und Martha, die Schwestern des Lazarus, und zahlreiche * Jünger sind häufig gleichfalls dargestellt. Manchmal werden Jesus und Maria stehend wiedergegeben, einander umarmend. In der italienischen Malerei kniet bisweilen Jesus vor Maria, die ihn segnet.


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Abschlächtig »


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