Kuros(Mz. Kuroi), von griechisch kouros, "Jüngling",

In der Bildenden Kunst Bezeichnung für eine archaisch-griechische Plastik in Form eines stehenden nackten Jünglings. Für das * Archaikum typisch ist das so genannte * archaische Lächeln der Figuren. Andere Namen sind "Apollino" und "Apollo-Figur". Seit den 15. * Olympischen Spielen (720-717 v. Chr.) waren die Wettkämpfer nackt, mit Ausnahme der Wagenlenker. Die Vorbildwirkung der unbekleideten Olympioniken übertrug sich auch auf die Kunst. Die Figur der jungen bartlosen, erhobenen Hauptes stehenden Männer ist athletisch, mit breiten Schultern und schmaler Taille. Die Körperlast ist bei den Kuroi auf beide Beine verteilt, der linke Fuß aber meist etwas vorgestellt (vgl. * Ponderation). Die Arme hängen locker und entspannt herunter, wobei die Finger leicht faustförmig gekrümmt sind; zu den Ausnahmen zählen die Tierträger, die mit einem Kalb oder Schaf auf der Schulter wiedergegeben sind (vgl. * Guter Hirte). Als Pendants zu den Kuroi sind die * Koren anzusehen, junge Griechinnen in langer Gewandung, in der Regel stehend wiedergegeben.


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