Lithophanie, von griechisch lithos, "Stein", und phainein, "sichtbar machen",

Bezeichnung für dünnes unglasiertes Porzellan (* Biskuitporzellan) mit eingepresster Reliefdarstellung. Wird die Lithophanie vor eine Lichtquelle gesetzt, z. B. als * Kerzenschirm, erscheinen in diesem Porzellanbild die im Material dünnen Partien hell, die dickeren mit zunehmender Stärke dunkler. Die Technik der Lithophanie geht auf Baron de Bourgoing zurück und wurde 1827 in Paris patentiert. 1830 führte Dir. Frick, Leiter der Königlichen * Berliner Porzellanmanufaktur, in seinem Betrieb die Erzeugung von Lithophanie ein. Ein eigenes Museum für Lithophanie (The Blair Museum of Lithophanies) befindet sich in Toledo, Ohio/USA.

Manchmal werden auch durchscheinende Elfenbeinschnitzereien als Lithophanie bezeichnet. Da es sich bei diesem Material aber weder um Stein noch um ein keramisches Produkt handelt, sind die korrekten Bezeichnungen für solche Reliefs Transparentschnitzerei oder * Diaphanbild. Im 18./19. Jh. waren vor allem aus Elfenbein geschnitzte * Kerzenschirme in Form von Diaphanbildern beliebt.


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