Aquarell, von lat. aqua, "Wasser".

Bezeichnung für ein in  * lasierendem Farbauftrag mit transparenten, d. h. nicht deckenden * Wasserfarben gemaltes Bild. Den Gegensatz bildet die * Gouachemalerei mit deckenden Wasserfarben. Die aus feinkörnigem Pulver bestehenden Farbmittel sind an Bindemittel (Gummiarabikum, Tragant, Eiweiß usw.) gebunden und werden mit Wasser auf den hellen Malgrund aufgetragen. Durch das rasche Auftrocknen sind Korrekturen kaum möglich. Die Aquarell wurde bereits in der altägyptischen Kunst zur Bemalung der * Totenbücher verwendet und war bis zur Erfindung der * Tempera- und * Ölfarbentechnik vorherrschend. Im Gegensatz zu den Ölfarben ist der Unterschied zwischen den feucht aufgetragenen und den getrockneten Farben groß, Farbintensität und Leuchtkraft sind in trockenem Zustand wesentlich geringer.     


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