Maria Aegyptiaca, Maria v. Ägypten, Heilige und Büßerin.

Nachdem sie aus Neugierde Pilger nach Jerusalem begleitet hatte, wurde Maria von einer unsichtbaren Macht daran gehindert, die heilige Stätte zu betreten. Durch ein Marienbild bewegt, wurde sie sich ihrer Sündhaftigkeit bewusst. Von drei Münzen, die ihr ein Unbekannter geschenkt hatte, kaufte sie drei Brote und zog sich in die Wildnis jenseits des Jordan zurück. Maria lebte dort ein Leben in strenger Buße, bis sie nach siebenundvierzig Jahren, vollkommen mit Haaren bedeckt, von dem Mönch Zosimus gefunden wurde. Nachdem sie die Kommunion empfangen hatte, bat sie den frommen Mann, nach einem Jahr wiederzukommen. Nach Ablauf dieser Zeit suchte sie der Mönch auf und fand sie tot am Boden liegend, neben ihr die Bitte in den Sand geritzt, dass man sie begraben möge.

Einer anderen Version nach hielt Maria Aegyptiaca einen Brief in der Hand, in dem die Bitte stand und ihr bis dahin unbekannter Name dem Mönch mitgeteilt wurde. Während Zosimus noch überlegte, kam ein Löwe und grub mit seinen Pranken das Grab für die Büßerin. Attribute der Heiligen sind drei Brote und ein Fellkleid.


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Maria als Braut Christi »


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