Maria im Ährenkleid, Ährenmadonna, Ährenkleidmadonna.

Bei diesem Marien-Bildtypus wird die Muttergottes mädchenhaft jung, mit offenem Haar wiedergegeben. Das gegürtete, meist blaue Kleid ist mit Ähren besetzt, Halsausschnitt und Ärmelenden weisen strahlenförmige Verzierungen auf. Die älteste Darstellung stammt aus dem Jahr 1387. Das * Gnadenbild wurde von einer Bruderschaft der deutschen Gemeinde in Mailand für den dortigen Dom gestiftet. Ein nach dem Bild gefertigter * Holzschnitt machte das Motiv allgemein bekannt, das sich vor allem vom 15.-18. Jh. großer Beliebtheit erfreute.

Im 18. Jh. waren im Salzburgischen Pergament-Miniaturen mit der Darstellung der in den Wolken stehenden Muttergottes in Mode, deren Gewandung, Kleid oder Mantel (* Schutzmantelmadonna), mit Getreideähren verziert ist. In der Kunst wird das Motiv oft mit dem lateinischen Terminus "Madonna spicata" bezeichnet.


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