Maria Magdalena, Maria aus Magdala, Schutzpatronin aller Sünder, eine der galiläischen Frauen, die Jesus nachfolgten, Zeugin der Kreuzigung und Grablegung (* Markus 15, 40; 15, 47).

Bei einem Gastmahl im Haus des * Pharisäers Simon kniete eine Frau vor Jesus nieder, benetzte seine Füße mit Tränen, trocknete sie sodann mit ihrem langen Haar und machte Anstalten, sie mit Öl zu salben. Der Gastgeber nahm Anstoß daran, da die Frau keinen guten Ruf genoss. Jesus aber gebot, sie gewähren zu lassen, und vergab der Reumütigen alle Schuld. Seit * Gregor d. Gr. wird allgemein vorausgesetzt, dass es sich bei Maria Magdalena um diese Sünderin handelte (Lukas 7, 36-50) und dass sie die Schwester der Martha und des Lazarus war (Lukas 10, 38-42; * Johannes 12, 1-8).

Die Szene der reuigen Maria Magdalena war ein beliebtes Motiv der christlichen Kunst. Häufig sind Darstellungen, bei denen Maria Magdalena kniend, als betende Büßerin wiedergegeben wird; neben ihr sind meist ein * Kruzifix und ein Totenschädel zu sehen. Im Barock wurde als Pendantfigur häufig auch der hl. * Hieronymus als Büßer dargestellt, gleichfalls mit Kruzifix und einem Totenschädel neben sich.

Andere Sujets, bei denen Maria Magdalena oft wiedergegeben ist, sind * Kalvarienberg-Szenen. Maria Magdalena wird manchmal als einzige der Frauen dargestellt, die Jesus nach Jerusalem und bis zur Richtstätte gefolgt waren. Immer zu sehen ist Maria Magdalena bei dem mehrfigurigen Motiv der * Beweinung Christi.

Laut den * Evangelisten war Maria Magdalena auch eine der * Frauen am Grab Jesu. Dargestellt ist Maria Magdalena ferner bei dem Sujet * Jesus als Gärtner, das in der Bildenden Kunst oft unter dem Titel * Noli me tangere Erwähnung findet. Der auferstandene * Heiland erschien am dritten Tag nach seinem Kreuzestod zuerst Maria Magdalena. Da sie den * Aposteln davon berichtete, trägt Maria Magdalena nach * Markus den Beinamen " Apostola apostolorum".


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