Melusine, schöne Meerfee einer altfranzösischen Sage, die als Stammutter der Grafen von Lusignan Familienmitglieder vor drohendem Unheil warnte.

Sie soll sich in Menschengestalt mit Raymond von Poitiers vermählt haben. Als der Graf sein Versprechen brach und Melusine in ihrer Nixengestalt überraschte, verließ sie Raymond und kehrte in ihr Element zurück. Die Melusinen-Sage war ein beliebtes Thema in Bildender Kunst, Literatur und Musik. Die frühesten Fassungen des Stoffes finden sich bei Jean d'Arras (Prosaroman, um 1390, gedruckt 1478), Couldrette (Versroman, nach 1401) und im deutschen Melusine-Roman des Thüring v. Ringoltingen (1456, gedruckt 1471). Nachdichtungen u. a. von Ludwig Tieck (1800).


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Memento mori »


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