Menas-Ampullen, Gefäße, die im 5./6. Jh. in der Nähe der Grabbasilika des hl. Menas in der Stadt Menas (65 km südwestlich von Alexandrien) in großer Zahl hergestellt wurden.

Pilger füllten die als kleine Krüge, * Pilgerflaschen oder zylindrisch geformten, bis 10 cm hohen Gefäße in der Basilika mit heiligem Wasser und brachten sie nach Europa. Des geweihten Wassers wegen heißen die Menas-Ampullen auch "Eulogia" (Gesegnete). Bei der Herstellung der tönernen Gefäße mit Hilfe von Modeln wurden auch Darstellungen und Schriften eingepresst. Zu sehen sind meist der hl. Menas in Orantenhaltung und zwei liegende Kamele zu seinen Füßen sowie die Aufschrift "O Heiliger Menas". Ein Großteil der Menas-Ampullen wurde von C. M. Kaufmann und J. C. E. Falls geborgen, die 1905 die seit dem 14. Jh. nicht mehr bewohnte Stadt Menas wiederentdeckt und mit Ausgrabungen begonnen hatten. Freigelegt wurden u. a. die als dreischiffige * Basilika mit T-förmigem Grundriss und Mittelapsis angelegte "Arkadiusbasilika", ein * Baptisterium mit quadratischem Grundriss und die als rechteckige Hallenkirche gebaute "Gruftkirche". Menas-Ampullen sind in Privatsammlungen und Museen zu finden.


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