Menora, Menorah, die, hebräisch, Name eines siebenarmigen * Leuchters, der zu den häufigsten Bildmotiven in der jüdischen Kunst zählt.

Die Menora stand im zweiten Tempel von Jerusalem. Bei der Zerstörung des Tempels 70 n. Chr. ließ Titus die goldene Menora nach Rom bringen und 81 n. Chr. auch auf seinem * Triumphbogen darstellen. Die Menora besteht aus einem Mitteldorn mit drei hufeisenförmigen, untereinander angeordneten Armen. Da die unteren Arme jeweils höher hinaufreichend ausgeführt sind, schließen sie oben mit dem Mitteldorn in einer Ebene ab. Darstellungen der Menora mit brennenden Kerzen finden sich als Symbol des ewigen Lebens oft auf jüdischen Grabstätten. 1948 wurde die Menora zum offiziellen * Emblem des neugegründeten Staates Israel erklärt.

Verkleinerte Nachbildungen des Tempelleuchters sind seit dem ausgehenden 19. Jh. als * Chanukkaleuchter in fast jedem jüdischen Haushalt zu finden und häufig reich mit Ornamenten versehen. Manchmal ist der mittlere Schaft mit einer * Judith-Figur verziert. Alte Beispiele zählen zu den gesuchten Judaika-Sammelstücken. Vgl. * Chanukkaleuchter.


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