Mitra(Mz. Mitren), griechisch, "Binde", "Diadem",

1) Bischofsmütze in Form zweier miteinander verbundener schildartiger Versteifungen, die mit kostbarem, oft mit Goldfäden durchwirktem Stoff überzogen sind. Von oben gesehen, hat die Mitra die Form eines offenen Fischmauls; der Fisch galt im Frühchristentum als Symbol der neuen Religion. Von der Rückseite der Mitra der Bischöfe hängen zwei Bänder (* Infuln) herab (vgl. * infuliert). Seit 1060 trugen auch die römisch-deutscher Kaiser unter der Krone eine Art Mitra, woraus im 15. Jh. die Mitrenkrone (heraldische Krone) der Kaiser entstand. (Die kugelig geschlossene Bischofskrone der Bischöfe der Ostkirche heißt * Stephanos.)

2) Name einer Kopfbedeckung, die von Priestern des babylonischen Reichs verwendet wurde.

3) Im alten Griechenland und im römischen Reich von Priestern und Wettkämpern getragenes Stirnband (vgl. * Diadem).


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