Model, der,

1) aus verschiedenen Materialien gestochene (geschnitzte) oder gegossene Hohlform zur Vervielfältigung von Darstellungen. Beim Reproduzieren der Motive wird in die Vertiefungen des Models eine Masse eingebracht, die sich den Einbuchtungen exakt anpasst. Die Ausformungen des Models sind nach dem Herausnehmen der Formmasse auf dieser als erhabenes Relief wiedergegeben. Während alte Lebzelt- oder * Springerle-Model meist von gewerbsmäßigen * Modelstechern auf kunsthandwerklichem Niveau hergestellt wurden, sind beispielsweise Buttermodel oft von den Benützern selbst geschnitzt worden und der * Volkskunst zuzuordnen.

2) Stempelartiger Druckstock. Mit Farbe bestrichen, kann das Motiv des Models im Handdruck auf Stoff oder Papier (z. B. Tapeten) übertragen und dadurch vervielfältigt werden. Als Stempel gearbeitete Model für den * Zeugdruck hießen früher auch "Blaudruckstöcke", vgl. * Blaudruck. Model, bei denen das Motiv aus eingeschlagenen Messingstiften gebildet wird, nennt man "Stippel-Model".

3) Vorlage für Stickerei, * Jacquardweberei usw. (* Modeltuch, * Modelbuch).


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