Muttergottesleuchter, Marienleuchter, Bezeichnung für einen Hängeleuchter, in dessen Zentrum sich eine Marienfigur befindet.

Noch älter als die seit dem 15. Jh. üblichen mehrarmigen Bronzeleuchter, in deren Mitte sich eine Marienfigur befindet (Pfarrkirche in Waase/Rügen), sind eiserne, aus einem kronenförmigen Kranz bestehende * Kronleuchter mit einer über dem Mittelpunkt eingesetzten, aus Holz geschnitzten und farbig * gefassten Marienfigur. Es wird von Kronleuchtern berichtet, bei denen zwei auf ihre Basis gestellte Hirschgeweihe die Muttergottesfigur in Form eines Spitzbogens umgeben. Später befestigte man die Rot- oder Damhirschgeweihe waagrecht und versah sie mit Kerzenhalterungen ( Dorne oder kronenförmige * Tüllen). Statt der Marienfigur wurde an der Basis der beiden Geweihstangen das so genannte Leuchterweibchen angefügt, eine leicht bekleidete oder mit nacktem Oberkörper wiedergegebene Frauengestalt, deren Unterleib oft wie bei einer * Nixe als Fischschwanz ausgebildet ist. Abgeleitet von diesen Figuren, werden solche Hängeleuchter als Leuchterweibchen oder Lüsterweibchen bezeichnet.


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