Neues Testament, Abkürzung "NT".

Das lateinische Wort testamentum bezeichnet den Bund, der Gott vor allem durch die Einsetzung des * Abendmahls mit den Menschen verbindet. (Das * Alte Testament wird als Bund zwischen Gott und dem Volk Israel angesehen. Deshalb gilt im jüdischen Glauben nur das AT als Quelle der Offenbarung.)

Das NT besteht

1. aus fünf geschichtlichen Büchern, den vier * Evangelien der * Evangelisten Matthäus, * Markus, Lukas und * Johannes, die das Leben und Wirken sowie den Tod Jesu Christi schildern, sowie der Apostelgeschichte des Evangelisten Lukas;

2. aus der Offenbarung des Johannes (* Apokalypse) und

3. aus 21 Lehrbriefen der Apostel * Paulus, * Petrus, * Johannes, * Jakobus und Judas Thaddäus.

120 n. Chr. waren die Schriften des NT abgeschlossen. Im 4. Jh. n. Chr. wurden die insgesamt 27 Schriften des NT auf mehreren Kirchenversammlungen als * kanonisch erklärt. Der Urtext ist in der Koine, der gemeingriechischen Sprache der hellenistischen Zeit, verfasst und mit zahlreichen aramäischen Ausdrücken vermischt. (Aramäisch war die zur Zeit Jesu in Palästina gebräuchliche Sprache.)

Die gesammelten Schriften des NT und des AT bilden gemeinsam die * Bibel. Keine Aufnahme in die Bibel fanden die kanonisch nicht anerkannten * apokryphen Schriften, deren legendenhafte Inhalte aber in der Bildenden Kunst häufig dargestellt sind. Von den zahlreichen Bibelübersetzungen wurde am Konzil von Trient 1546 der auf den hl. * Hieronymus zurückgehende, in Latein abgefasste Text der * Vulgata für die römisch-katholische Kirche als authentisch und für Glaubensfragen bindend erklärt.


« Neues Reich

Neuglatt »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.