Nothelfer, Vierzehnheilige, 14 Heilige, Helferheilige, Bezeichnung für * Heilige, meist * Märtyrer, die seit dem 14. Jh. in katholischen Ländern vom gläubigen Volk in bestimmten Notsituationen um Hilfe angerufen und oft auf * Andachtsbildern dargestellt wurden. Sie sollen vor ihrem Martyrium von Gott die Gnade erbeten haben, jenen besondere Hilfe zu gewähren, die sich vertrauensvoll an sie wenden würden. Manche Heilige gelten nur in einer bestimmten Region als Nothelfer, d. h. sie haben als Fürbitter nur regionale Bedeutung (* Patron, Schutzpatron).

Die in zahlreichen (Wallfahrts-)Kirchen und Kapellen aufbewahrten * Votivbilder vermitteln einen guten Einblick in die spezielle Form der Heiligenverehrung. 1448 wurde den Nothelfern (Vierzehnheilige) in dem späteren fränkischen Wallfahrtsort Vierzehnheiligen eine Kapelle gestiftet. Später entstand auch in Thüringen ein Wallfahrtsort gleichen Namens. Von den Nothelfern werden die folgenden besonders häufig mit ihren Attributen wiedergegeben: Drei Jungfrauen (Barbara, mit Turm, * Katharina von Alexandria, mit Folterrad, manchmal zerbrochen dargestellt, und Margaretha von Antiochia, mit Drachen); drei Bischöfe (Blasius von Sebaste, mit zwei gekreuzten Lichtern, Dionysus von Paris, mit seinem abgeschlagenen Haupt, Erasmus, mit * Erasmuswinde); drei Ritterheilige (* Achatius, Anführer der * Zehntausend Märtyrer, mit Dornenzweig oder * Dornenkrone, Eustachius, mit Hirsch, Georg, mit Drachen); der Mönch Ägidius, mit Hirschkuh; der Diakon Cyriacus von Rom, mit angekettetem Teufel; der Arzt Pantaleon, mit den an seinen Kopf genagelten Händen; der Knabe Vitus, mit Hahn; und * Christophorus, mit dem Jesusknaben auf der Schulter und einem Baumstamm als Wanderstab.


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