Oeben, Jean François (geb. 1721, Heinsberg b. Aachen; gest. 1763, Paris), berühmter, überwiegend in Paris tätiger Kunsttischler. (Bisweilen wird auch Ebern/Unterfranken als Heimatort angegeben.)

Sein Vater, ein Postmeister, ließ ihn zum Kunstschlosser ausbilden. Nachdem Oeben in seiner Heimat auch noch die Bildschnitzerei erlernt hatte, begab er sich mit seinem Bruder Simon nach Paris und ehelichte dort 1749 die Tochter des flämischen Ebenisten François Vendercruse. 1751 findet Oeben als Mitarbeiter des bekannten Kunsttischlers André Charles Boulles Erwähnung (* Boullearbeit).

Nachdem sich Oeben selbständig gemacht hatte, beschäftigte er in seinem Betrieb neben seinem Bruder Simon u. a. auch Jean Henri * Riesener (der nach dem Tod Oebens dessen Werkstatt übernahm und auch das berühmte von Oeben begonnene und für Ludwig XV. bestimmte * Zylinderbureau fertigstellte). 1754 war Oeben bereits erster * Ebenist des französischen Königshofs. In seiner Werkstatt wurden u. a. "Meubles à secrets et à surprises" (Möbel, die Geheimnisse und Überraschungen bergen) hergestellt; berühmt für solche Möbel wurde vor allem David * Roentgen.


« Odysseus

Ödipus »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.