Okimono, japanisch, kleine, oft aufwendig aus Elfenbein geschnitzte Kunstgegenstände "zum Aufstellen"; sie sind in etwa gleich groß wie * Netsuke.

Zum Unterschied von originalen Netsuke, die als Gebrauchsgegenstände im allgemeinen nicht in feiner * Durchbruchsschnitzerei ausgeführt sind, können Okimono sehr fragil gestaltet sein. Da seit den 1950er Jahren in Japan der taschenlose * Kimono durch westliche Kleidung ersetzt wurde, erübrigte sich der breite japanische Gürtel (* Obi), an dem diverse Dinge an Schnüren befestigt waren. Deshalb benötigte man auch die als Sicherungsknebel dienenden Netsuke nicht mehr, die das unbeabsichtigte Herausrutschen der Trageschnüre aus dem Gürtel verhinderten. Viele Künstler passten ihre Arbeiten dieser Gegebenheit an und schnitzen nunmehr Okimono anstelle von Netsuke.


« Okeanos

Oklad »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.