Ölfarbendruck, Öldruck, Oleographie, auf lithographischem Weg, d. h. als * Farblithographie (Chromolithographie) hergestellte Kopie eines Ölgemäldes.

Das Verfahren wurde 1836 von dem Engländer George Baxter entwickelt. In einem zweiten Druckvorgang erfolgte die Wiedergabe der Gewebestruktur der Bildleinwand. Manchmal imitierte man auch die Unebenheiten der Ölmalerei durch * Grainieren, mittels eines * Kalanders; dieses Verfahren soll auf den englischen Radierer, Lithographen und Buchdrucker George Baxter (1804-1867) zurückgehen. Wenn die Bilder dann auch noch gefirnisst wurden, ist die Unterscheidung des Ölfarbendrucks vom Original für den Laien nur schwer möglich.

Die meisten als Ölfarbendruck hergestellten Bilder stammen aus der Zeit von 1850-1880 und sind für gewöhnlich Kopien bekannter Werke. Ein Spezialist für Ölfarbendruck war der Berliner Maler J. Liepmann, dem bisweilen die Erfindung des Verfahrens (1840) zugeschrieben wird.


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