Ölmalerei, seit dem 14. Jh. angewendete und seit dem 17. Jh. allgemein gebräuchliche Maltechnik, bei der die Bindung der Farben durch trocknende Öle erfolgt (Lein-, Mohn- oder Nussöl).

Die Öle trocknen nicht durch Verdunstung, sondern verfestigen sich durch einen Oxidationsprozess. Manchmal sind auch lichte Weichharze beigefügt, z. B. Mastix oder * Balsam. Vor dem eigentlichen Farbauftrag wurde der * Bildträger früher immer mit einer * Grundierung versehen. Ölfarben ermöglichen ein Neben- und Übereinandersetzen von Pinselstrichen, ohne dass die Farben ineinander verlaufen. Es ist dadurch möglich, Korrekturen vorzunehmen. Bei Verwendung sehr dünner Malmittel kann auch in durchscheinenden Farben (* Lasuren) oder leicht zerfließend gearbeitet werden. Zum Unterschied von * Aquarellfarben behalten Ölfarben auch nach dem Trocknen ihre intensive Farbfrische. Sie können gemeinsam mit * Temperafarben verwendet werden (* Mischtechnik).

* Firnisse schützen vor Umwelteinflüssen, unterliegen aber auch einem Alterungsprozess, die Bilder dunkeln nach (* Galerieton). Im Lauf der Zeit entstehen oft kleine Risse, so genannte * Krakelüren. Sie treten besonders bei dem früher als braune Farbe verwendeten * Asphalt auf oder wenn der Grundsatz, fett auf mager zu malen, nicht beachtet wurde. Ursprünglich war der Bildträger fast immer Holz (* Tafelbilder), nur für kleine Formate wurden auch seit dem 16. Jh. auch * Kupfertafeln verwendet. Von Italien ausgehend, wird seit der 2. Hälfte 15. Jh. im allgemeinen auf Leinwand gemalt, die in einem * Blendrahmen eingespannt ist. Vgl. * Bildträger.


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