Omphale, in der griechischen Mythologie die Gemahlin des Lyderkönigs Tmolos, nach dessen Tod sie die Regentschaft übernahm.

* Herakles erschlug in einem von * Hera verursachten Anfall von Sinnesverwirrung einen Gastfreund namens Iphitos. Um von seiner durch diese Schuld verursachten Krankheit befreit zu werden, suchte der Held beim Orakel von Delphi Rat. Als Sühne wurde ihm aufgetragen, sich in die Sklaverei zu begeben und mit dem für sich erzielten Kaufpreis die Nachkommen des Getöteten zu entschädigen. So lebte Herakles drei Jahre als Sklave im Dienste Omphales, wurde von ihr zu Frauenarbeiten gezwungen und zeugte mit ihr mehrere Söhne.

Auf Darstellungen des Omphale-Herakles-Motivs hat der Held oft eine Garnspindel in Händen, während Omphale seinen Bogen hält. Manchmal trägt Herakles auch Frauenkleider und die Königin das Löwenfell und die Gewandung des Heroen. Darstellungen aus der Antike finden sich unter den pompejischen Wandgemälden. Im Manierismus wurde das Paar oft in Form von Graphiken als Beispiel für die "Weiberherrschaft" angeführt, neben * Simson und Delila, * Aristoteles und Phyllis sowie * Odysseus und Circe. Im Barock waren vor allem * Pendantfiguren beliebt, die Herakles und Omphale darstellen.

Des Motivs angenommen hat sich u. a. der Elfenbeinkünstler Simon * Troger, dessen große aus Elfenbein und Holz gefertigte Kombinationsgruppe (* Kombinationsfigur) sich im Tiroler Landesmuseum in Innsbruck befindet.


« Omnipotens

Omphalos »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.